Hermann Scheipers – Zwischen Verbrechern und Heiligen

Dokumentarfilm über den letzten Priester des KZ Dachau

Weil seine Kirche auch für polnische Zwangsarbeiter öffnen wollte, wurde er verhaftet. Als er zu verstehen gibt, dass Polen für ihn genauso Menschen sind wie Deutsche bringt man ihn nach Dachau.  Zusammen mit 3000 weiteren Priestern, darunter fast 1000 aus Polen, wird er im sogenannten Pfaffenblock interniert. Im Gegensatz zu den anderen Häftlingen haben die Geistlichen Privilegien, die sich oft ins Gegenteil verkehren. Der Film schildert das Leben im größten Kloster der Welt. An keinem anderen Ort der Erde waren je so viele Geistliche gleichzeitig inhaftiert.

10 Jahre lang hat Filmemacher Max Kronawitter Hermann Scheipers immer wieder mit der Kamera begleitet. In Dachau, aber auch bei Vortragsreisen des Prälaten oder bei Gedenkfeiern für einstige Mithäftlinge. Im Mittelpunkt des Dokumentarfilms stehen freilich jene Jahre, die Scheipers in besonderer Weise geprägt haben: Die Zeit im Priesterblock zu Dachau.

3000 Priester waren von 1940 – 1945 im Dachauer Lager auf drei Baracken  aufgeteilt. Unter den meist kommunistischen Kapos (Lageraufseher) waren die Pfaffen, wie sie genannt wurden, besonders verhasst. Über ein Drittel der Geistlichen kamen durch die Schikanen, aber auch  durch Krankheit und Hunger ums Leben. Dass Hermann Scheipers immer wieder dem Tod von der Schippe springen konnte, erscheint wie ein Wunder.  Nach Jahrzehnten hat Scheipers eine Erklärung dafür gefunden:  „Ich musste es späteren Generationen erzählen, wie es in Dachau war!“

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